Hausboote und Beiboote an einem Steg im Kieler Plüschowhafen.
Foto (CC BY-SA 4.0): Mef.ellingen/Wikimedia Commons

Eine Zukunft für die Schwentineflotte

Eine Lösung für die Standortfrage der Schwentineflotte wird in den „Letter of Intent“ mit der Bundeswehr aufgenommen.

Oberbürgermeister Samet Yilmaz wird beauftragt, dafür Sorge zu tragen, dass die Schwentineflotte soweit dies irgendwie möglich ist, trotz des Übernahmeinteresses der Bundeswehr am ehemaligen MFG-5-Geländes, eine unbefristete Bestandsgarantie an ihrem derzeitigen Standort bekommt.

Sollte dies nicht gelingen, wird die Verwaltung beauftragt, unter direkter Beteiligung des Schwentineflotte e.V. einen neuen Standort zu finden an dem die Schwentineflotte eine dauerhafte Bleibeperspektive erhält.

Begründung

Die „schwimmende Gemeinde Schwentineflotte“ ist ein so bundesweit immer noch einmaliges alternatives Wohnprojekt, dass inzwischen auf eine etwa 50jährige Geschichte zurückblickt und derzeit knapp 30 Menschen ein dauerhaftes Zuhause bietet. Die Landeshauptstadt Kiel kann und sollte stolz auf dieses Projekt mit Vorbildcharakter sein und alles in ihrer Kraft stehende unternehmen, um sein zukünftiges Bestehen sicherzustellen. Das gilt umso mehr in Zeiten einer extrem angespannten Situation auf dem Kieler Wohnungsmarkt, die es den Bewohner*innen der Schwentineflotte nahezu unmöglich machen würde, alternativen angemessenen Wohnraum in Kiel zu finden. Gerade jetzt ist und vor dem Hintergrund des drohenden Verlustes des größten Wohnbauprojektes in Kiel mit dem Verkauf des MFG-5-Geländes, ist die Stadt gefragt, mit allen Mitteln den eh schon viel zu knappen Bestand an Wohnraum zu sichern. Das gilt selbstverständlich auch für schwimmenden Wohnraum.

Vorgang im Infosystem Kommunalpolitik:
Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE / DIE PARTEI – 0525/2026

Status: Entscheidung in der Sitzung der Ratsversammlung am 21. Mai 2026.