Björn Thoroe auf dem Vinetaplatz in Kiel-Gaarden.

Kandidatur für den Wahlkreis Gaarden-Süd

Mein Name ist Björn Thoroe und ich kandidiere im Wahlkreis 17, Gaarden-Süd für DIE LINKE. Außerdem kandidiere ich auf Platz 1 der Liste meiner Partei für die Ratsversammlung.

Die Stadtentwicklung in Kiel geht in die völlig falsche Richtung. Die Stadtoberen machen Politik, die am meisten den oberen 10% der Menschen in Kiel nutzt. Das wirkt sich auch in Gaarden aus. VONOVIA saniert Wohnraum und vermietet ihn danach sehr viel teurer, an der Werftstraße sind Luxuswohnungen geplant und das Freibad Katzheide wurde verkleinert. Die Stadt Kiel befördert diese Entwicklung.

Ich will als Gaardener Wahlkreisabgeordneter für DIE LINKE in eine andere Richtung. Politik muss den Menschen den Alltag leichter machen. Das heißt, schnell bezahlbaren und öffentlichen Wohnraum zu schaffen. Die Wohnungen in den Händen der Miethaie VOVNOVIA und LEG müssen in die öffentliche Kieler Wohnungsgesellschaft überführt werden. Alle Neubauten von Luxuswohnungen und Hotels müssen gestoppt werden. Niemand darf wegen höherer Mieten aus Gaarden verdrängt werden. Katzheide muss erhalten und ausgebaut werden.

In Gaarden leben viele Menschen mit wenig Geld in der Tasche. Die immer höheren Preise für Energie und Lebensmittel treffen Menschen mit geringem Einkommen besonders. Ich will, dass die Stadt das Angebot der Tafeln durch eigene Leistungen ergänzt. Die Stadt muss Essensausgaben schaffen, bei denen kein Aufnahmestopp verhängt werden kann. Das Sperren von Strom-, Wasser- und Wärmeanschlüssen durch die Stadtwerke muss verboten werden. Für Menschen, die ihre Energierechnungen nicht mehr zahlen können, muss die Stadt Kiel die Rechnung zahlen.

Das 9-Euro-Ticket war ein großer Erfolg. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Buspreise deutlich sinken. Ein Euro für ein Tagesticket müssen das Maximum sein.

Ich setze mich auch für einen Ortsbus in Gaarden ein, der die neuen Wohnungen an der Hörn mit Kern-Gaarden verbindet. Die neuen Einwohner*innen am Wasser sollen ihr Geld in der Gaardener Einkaufsstraße ausgeben und nicht nur auf dem Westufer.

Gaarden braucht mehr unkommerzielle Orte, an denen sich Menschen treffen können, ohne Geld ausgeben zu müssen. Das ZEIK, das Vinetazentrum und der Stadtteilladen müssen gefördert und erhalten werden. Es braucht aber auch einen Ort in Gaarden-Süd, der von Menschen für Begegnungen genutzt werden kann. Ich möchte unterstützen, dass sich die Menschen in Gaarden zusammenschließen und gemeinsam für das gute Leben für alle kämpfen, für ein Kiel, in dem alle selbstbestimmt und gleichberechtigt leben können.

Persönliches:

Ich bin 1984 in Kiel geboren und aufgewachsen. Am Ernst-Barlach-Gymnasium habe ich mein Abitur gemacht und anschließend ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Altenheim in Wankendorf absolviert. Während meines Studiums, das von meiner Zeit als Abgeordneter des Schleswig-Holsteinischen Landtags unterbrochen wurde, arbeitete ich in einem Call-Center. Mein Studium habe ich mit einem Bachelorabschluss in Soziologie und Geschichte abgeschlossen.

Ich lese gerne, spiele hin und wieder Schach, Tischtennis und Karten.

Seit nunmehr 20 Jahren bin ich Mitglied der Partei DIE LINKE. 2019 kandidierte ich in Kiel als Oberbürgermeister und erhielt mit 9,1% das beste Ergebnis für DIE LINKE jemals in einer westdeutschen Großstadt.

Ich habe immer viel Wert auf einen engen Kontakt zu den zivilgesellschaftlichen Bewegungen gelegt. Ich arbeite aktiv im Bündnis für bezahlbaren Wohnraum, bei Defend Kurdistan und im neuen Bündnis „Preise runter, die Reichen zur Kasse!“ mit.

Als bürgerliches Mitglied im Innen- und Umweltausschuss der Stadt Kiel bin ich Teil der Ratsfraktion DIE LINKE. Im Innen- und Umweltausschuss habe ich dazu beigetragen, dass die Videoüberwachung in Kiel (bisher) noch nicht verstärkt worden ist, begleite kritisch die Arbeit des „Kommunalen Ordnungsdienstes“, setze mich mit vollem Einsatz für eine soziale und ökologische Verkehrswende in Kiel ein, habe daran mitgewirkt, dass ein Konzept entwickelt wird, das die kommerzielle Bewirtschaftung unseres Stadtwaldes ausschließt und habe das neue Taubenhaus mit angestoßen.

Hauptberuflich arbeite ich als Landesgeschäftsführer der Partei DIE LINKE in Schleswig-Holstein.