Ein neuer Platz für die Wagengruppe Schlagloch
Die Verwaltung wird aufgefordert, gemeinsam mit der Wagengruppe Schlagloch (Verein Alternatives Wohnen Kiel e.V.) und den jeweils betroffenen Ortsbeiräten, im Kieler Stadtgebiet eine alternative Fläche für den dauerhaften Verbleib der Wagengruppe zu finden. Dabei sollen vorrangig Flächen nördlich des Nord-Ostsee-Kanals, insbesondere im Gebiet des Ortsbeirates Pries/Friedrichsort ins Auge gefasst werden.
Solange noch keine einvernehmlich als geeignet eingeschätzte Fläche gefunden ist und die derzeitig der Wagengruppe Schlagloch überlassene Fläche sich noch im Besitz der Landeshauptstadt Kiel befindet, wird eine möglichen Verhängung von Vertragsstrafen und/oder eine Zwangsräumung ausgesetzt.
Begründung
Die Wagengruppe Schlagloch hat sich in den vergangenen Jahren hervorragend im Stadtteil integriert und engagiert, was nicht zuletzt durch den im Ortsbeirat Pries/Friedrichsort einstimmig beschlossenen Antrag auf Ausweisung eines Teils der Wiese am Grüffkamp, Höhe Zum Badestrand für die Wagengruppe deutlich geworden ist.
Der Vertrag zwischen der Wagengruppe Schlagloch und der Landeshauptstadt Kiel über die Nutzung des derzeitigen Standorts der Wagengruppe läuft nun aus, ohne das bislang eine geeignete Fläche zur Anschlussnutzung durch die Wagengruppe gefunden ist und zumindest nach derzeitigem Stand ist ein dauerhafter Verbleib der Wagengruppe an ihrem jetzigen Standort nicht möglich.
Sowohl die Wagengruppe selbst, als auch der Ortsbeirat haben starkes Interesse daran bekundet, dass die Wagengruppe dauerhaft auf dem Gebiet des Ortsbeirates bleiben kann. Die Stadt sollte diesem Wunsch Rechnung tragen und Ortsbeirat und Wagengruppe nach Kräften bei der Suche nach einer geeigneten Alternativfläche unterstützen. Hinzu kommt, dass laut dem Beschluss der Ratsversammlung vom 21.09.2023 zur Drs. 0943/2023-02, „Wagengruppe Schlagloch“, schon die bisherige Zeit der Zwischennutzung zu einer gemeinsamen Suche von Stadt und Wagengruppe nach einem dauerhaften Stellplatz hätte genutzt werden sollen.
Im Fall, dass trotz aller Bemühungen keine geeignete Fläche in diesem Gebiet gefunden werden sollte, muss der Wagengruppe an anderer Stelle auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Kiel eine geeignete Fläche zur Verfügung gestellt werden, auf der diese eine dauerhafte Perspektive hat.
Gleichzeitig gibt es keinen Grund, dass die Wagengruppe schnellstmöglich ihren derzeitigen Standort verlassen sollte. Weder eine Überlassung des Geländes an die Marine, noch ein Baubeginn oder eine Bauvorbereitung durch die Landeshauptstadt Kiel stehen unmittelbar bevor. Deshalb sollte, während die Flächensuche andauert, von einem überstürzten Umzug der Wagengruppe auf einen weiteren Übergangsstandort und auf die Verhängung von Vertragsstrafen und/oder einer Zwangsräumung abgesehen werden.
Vorgang im Infosystem Kommunalpolitik:
Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE / DIE PARTEI – 0293/2026
Status: Entscheidung in der Sitzung der Ratsversammlung am 19. März 2026.
