Holstein-Stadion: Endlich realistische Planungen!
Die Ratsfraktion DIE LINKE begrüßt grundsätzlich die neuen, abgespeckten Pläne für den Neubau des Holstein-Stadions.
„Wir waren von Anfang für ein Stadion, das zwar die Voraussetzungen für eine Erstligalizenz erfüllt, aber nicht größer ist als unbedingt nötig. Und auch für die erste Liga brauchen wir weder Parkhaus noch Kongresszentrum und es reichen auch 15.000 Plätze. Das wäre nicht nur kostengünstiger, sondern auch ökologisch viel verträglicher. Wenn Verwaltung und Ratsmehrheit nicht bis zuletzt mit aller Macht an den für Kiel absolut überdimensionierten Stadionplänen festgehalten hätten, selbst als deren Umsetzung schon komplett unrealistisch war, könnten wir inzwischen schon viel weiter sein!“, kommentiert Björn Thoroe, umwelt- und innenpolitischer Sprecher der Ratsfraktion DIE LINKE.
Vor über einem Jahr, im August 2021, wurde durch die Antwort auf eine Kleine Anfrage [pdf] der LINKEN klar, dass die Planungen für den Neubau des Holstein-Stadions keineswegs „nur“ ein erstligataugliches Stadion vorsahen, sondern für Verwaltung und Ratsmehrheit ausschließlich eine Riesen-Variante mit 25.000 Plätzen, unnötigem Parkhaus und Kongresszentrum in Frage kamen. Schon damals wies die LINKE darauf hin, dass diese Pläne nicht nur angesichts des tatsächlichen Bedarfs völlig überdimensioniert waren, sondern auch eine unverantwortliche und unnötige Flächenversiegelung und Geldverschwendung bedeuteten. Leider scheiterte die LINKE in der Folge mit allen Versuchen, die rot-grün geführte Ratsversammlung dazu zu bewegen, die Stadionpläne auf ein realistisches und verantwortbares Ausmaß zu reduzieren. Zuletzt lehnten erst im September 2022 alle Fraktionen (mit Ausnahme der Ratsfraktion „Die Politiker*innen“) den Antrag der LINKEN ab, zumindest die mögliche Kostenersparnis durch eine abgespeckte Stadionvariante zu prüfen, weil stur an den ursprünglichen Planungen festgehalten wurde, obwohl schon damals klar war, dass diese nicht mehr umsetzbar waren.
„Jetzt geht die Variante, die wir schon die ganze Zeit vorgeschlagen haben, also auf einmal doch. Das freut uns natürlich. Wir erwarten allerdings, dass offen kommuniziert wird, dass auch in Zukunft eine Erweiterung des Stadions nicht in Frage kommen kann. Außerdem kann Holstein Kiel nicht nur die Gewinne aus den Übertragungsrechte einstreichen, sondern muss auch bei einer kleineren Stadionvariante Verantwortung für den Betrieb übernehmen!“